Fashion-Retailer nutzen Potenzial zur Retourenvermeidung noch nicht aus

Fashion

Retouren sind vor allem im deutschen Fashion-Onlinehandel ein drängendes Problem: Fast zwei von drei Modesendungen (64%) werden hierzulande zurückgeschickt. Fashion-Retouren machen in Deutschland 83% aller retournierten Sendungen und sogar 91% aller retournierten Artikel aus.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Rahmen des Projektes OptiRetouren durchgeführt wurde. Dabei sind Retouren nicht nur wenig umweltfreundlich, sie kosten auch viel Geld. Im Schnitt liegen die Kosten pro Rücksendung zwischen 5 und 20 Euro – Kosten, die nur ein kleiner Teil der Händlerschaft den Kunden in Rechnung stellt.

Wenig konsequent in der Datennutzung

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Unternehmen nutzen die Möglichkeiten zur Retourenvermeidung noch nicht aus. Zwar fragen 80 Prozent aller Retailer Gründe für eine Rückgabe ab, Doch lediglich 14 Prozent der Unternehmen ermitteln Retourenwahrscheinlichkeiten in Abhängigkeit des Warenkorbinhalts. Immerhin ein Drittel (36%) aller teilnehmenden Unternehmen führt eine Retourenhistorie auf Kundenbasis, doch nur sieben Prozent ziehen daraus Schlüsse für die Retourenwahrscheinlichkeit.

Ebenfalls Luft nach oben gibt es bei der Weiterverwendungsquote von Fashion-Retouren. Im Schnitt werden 76 Prozent aller Fashion-Retouren weiterverarbeitet, wobei der Recyclinggrad stark schwankt. Anzüge, Sakkos und Hemden haben die höchste Quote, während Schuhe und Umstandsmode unterdurchschnittlich abschneiden.

Quelle: forward textile technologies

Bildquelle: Fulvio Tognon auf Pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert