Schweiz: Mehr Platz für größere Cargobikes

Cargobike von Schaeffler

In der Schweiz etablieren sich Cargobikes zunehmend als Lieferwagen-Alternative für Auslieferungen in engen Innenstädten. Wie in Deutschland unterstützen viele Schweizer Kommunen den Kauf von Lastenfahrrädern. Daneben etablieren sich auch Leih-Angebote. Doch mit dem Boom der umweltfreundlichen Lkw-Alternativen nehmen auch Forderungen zu, sie von gesetzlichen Fesseln zu befreien.

Künftig mit Anhänger?

Nach einem Bericht des Schweizer Fernsehens SRF ist inzwischen eine Diskussion entbrannt, ob man nicht größere und schwerere Lastenräder zulassen soll. Michael Hauenstein vom Logistikunternehmen Swissconnect etwa wünscht sich, dass man an ein Lastenrad auch einen Anhänger hängen dürfen soll. Das lässt aber die aktuelle Gesetzeslage nicht zu. Matthias Aebischer, Nationalrat der SP und Vorsitzender der Lobbygruppe Pro Velo fordert: „Schwerere und breitere Cargobikes sollen zugelassen werden. Das führt dazu, dass auch KMUs, die bisher einen Lieferwagen hatten, auf Cargobikes umsteigen.“

Grundsätzlich zeigt sich der Schweizer Bundesrat offen für eine Liberalisierung der Zulassungsvorschriften für Lastenräder. Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll noch in diesem Sommer in die Beratungen gehen. Darin soll es nicht nur um die Abmessungen für elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge gehen, sondern auch um die „Ausweispflicht“, also Änderungen in der Führerscheinpflicht.

Fahrradspuren werden zu eng

Allerdings gibt es einen Faktor, der dem Größenwachstum Schweizer Liefervelos Grenzen setzen könnte: Wo Fahrradspuren vorhanden sind, sollen sie die auch weiterhin nutzen. Bei einer Größenzunahme der Cargobikes und einem Zuwachs an Fahrradverkehr insgesamt sieht Aebischer die Kapazität der Fahrradspuren als zu klein an. Er wünscht sich breitere Fahrradspuren, eventuell sogar zweispurig.

Quelle: SRF

Bildquelle: Schaeffler / Daniel Karmann

 

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